Mein „entspannt geplanter“ Herbst – warum ich eine Quartalsplanung passend zu den Jahreszeiten mache

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Artikelbild Quartalsplanung - entspannt planen, mein Herbstplan - Jahreszeiten-Planung

Es ist Anfang September, ich sitze an meinem Schreibtisch, starre aus dem Fenster auf dunkle Wolken, Filmmusik auf meinen Ohren und freue mich auf den Herbst. 🍂🌻

Endlich wieder zurück in meine entspannten Routinen, Zeit für neue Projekte und viel liegen Gelassenes aus dem Sommer und mit gutem Gewissen bei schlechtem Wetter auf dem Sofa entschleunigen oder eine Veranstaltung genießen. Und außerdem schwitze ich nicht mehr bei jedem Sonnenstrahl. 😅

Um den Herbst (oder jede andere Jahreszeit oder Saison) aber so richtig entspannt genießen zu können, plane ich ein bisschen voraus. Und zwar den „Herbst“, also die Monate September bis November – ein Quartal (3 Monate), das an der Jahreszeit und nicht am Kalenderjahr ausgerichtet ist.

Wahrscheinlich wird euch das auf den ersten Blick nicht ganz intuitiv oder praktikabel erscheinen. Aber im Grunde haben auch die Jahreszeiten eine gewisse Ordnungsfunktion mit thematischen Schwerpunkten (wie Wetter, Feiertagen, Aktivitäten, Projekten etc.).

Für mich ist das hilfreicher, als nach Monaten oder Kalenderquartalen zu planen. Deshalb möchte ich euch hier gerne zeigen, wie so eine Planung bei mir aussieht.


Wann dieser Artikel euch helfen kann: Vor allem wenn ihr bisher nicht so damit warm geworden seid, monatsweise zu planen, weil Monate einfach zu kurz und zu wenig vorausschauend sind, euch Jahrespläne aber zu lang erscheinen und Quartale irgendwie nie „richtig“ sitzen.  Dann könnten euch die Saison-Quartale vielleicht gedanklich (und wettertechnisch) besser taugen als andere Zeiteinheiten.

Das Ziel – du behältst den Überblick ohne Stress: Meine Quartalsplanung dreht sich weniger darum, welche Termine zu planen sind (die müssen teilweise ja auch schon weiter im Voraus geplant werden), sondern eher um einen Überblick, was ansteht, wann sich Themen ballen und wo sich Lücken auftun & welche Projekte ich gerne anpacken möchte.

Diese Fragen stelle ich mir für meine Herbstplanung: Was passt in der aktuellen Saison besonders gut, an Ausflügen oder Hobbies oder Rezepten? Bei welchen Familien-Themen könnte ich mich einbringen oder Hilfe anbieten? Und wofür reicht meine Energie noch so oder auch nicht? Gedankliche Klarheit und Vorfreude auf die Jahreszeit sind hier meine Ziele.


Was ihr aus diesem Artikel mitnehmen könnt:
  • Eine Quartalsübersicht macht Sinn, wenn ihr das Gefühl habt, dass manche schönen, saisonalen Aktivitäten oder Projekte immer hinten runterfallen.
  • Mit einer 3-Monats-Planung habt ihr einen guten groben Überblick und seht, wo eure Energie hingeht und wo ihr noch Lücken habt.
  • Als Ergänzung zu eurem Alltagskalender kann sie euch einen einfachen Blick, entspannte Klarheit und Struktur bieten, so dass ihr nicht zu sehr in den täglichen Aufgaben versinkt.
  • Eine saisonale / Jahreszeiten Quartalsplanung ist vor allem wertvoll, wenn ihr eure Routinen eher nach Wetter/Stimmung/Feiertagen etc. ausrichtet und ausprobieren wollt, ob euch diese Quartale in sich stimmiger und abgeschlossen vorkommen.

Fangen wir mit den Basics an: wie bekommen wir einen 3-Monate-Überblick auf ein Blatt? Denn der Sinn der Planung ist ja alles betrachten zu können, um Muster, Lücken und Herausforderungen zu erkennen.

Meine Lösung: Ich nehme ein kariertes A4 Papier quer (ich habe noch einen uralten College-Block, den hast du sicher auch noch) und teile es in 3 gleich große Spalten. Jede Spalte ist ein Monat.

Vorne in der Spalte trage ich das Datum von 1-30 oder bis 31 ein und dazu die Wochentage, meist aber nur den Montag. Unter den Sonntag mache ich einen Strich, dann weiß ich, dass da die Woche zu Ende ist.

Das ist die Grundstruktur – nichts anderes. Ich male meist noch ein bisschen oben die Monatsnamen an, aber das könnt ihr gestalten, wie ihr mögt.

📥 Hier kannst du dir meine fertige Vorlage für deine Quartalsplanung herunterladen

In diesen Herbst-Plan möchte ich nun alle Termine, To-Dos und Projekte eintragen, nicht im Detail, aber so, dass sie den Platz einnehmen, den sie an Zeit auch beanspruchen.

Dafür unterteile ich jeden Monat in 2 Bereiche:

  • In die linke Hälfte, direkt neben den Daten, kommen die fixen Termine, die sich auf das spezielle Datum beziehen. Hier kann ich auch Zeiträume mit Linien oder Pfeilen markieren. Nicht zu vergessen: Feiertage, wichtige Aktionstage (Halloween), Veranstaltungen, die ich gerne besuchen möchte.
  • In die rechte Hälfte kommen meine To-Do’s und Projekte, die ich mir vornehmen möchte. Projekte sind bei mir alles, was nicht ganz zeitgebunden ist. Das können aber auch Ausflüge sein, die ich planen möchte, oder bestimmte Aktivitäten.
    Die To-Do’s wiederum sind nicht die 1000 Aufgaben auf meiner Liste, sondern Aufgaben, die sich direkt durch die Termine auf der linken Seite ergeben.

Wenn ich unter Terminen einen Geburtstag stehen habe, dann trage ich mir unter To-Do’s ein, ob ich ein Geschenk besorgen muss. Wenn ich einen Urlaub geplant habe, dann sind es die Vorbereitungen, die ich rechts grob beschreibe (Einkaufen, Packen etc.).

Und wenn ich Lücken frühzeitig entdecke, plane ich dort meine saisonalen Aktivitäten ein. Eine herbstliche Wanderung durch den Wald, Eislaufen im Winter oder ein Sauna-Tag im Frühling – wenn es nicht in der Planung steht, dann finde ich später meist keinen freien Tag mehr dafür.

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Meine 3-Monats-Planung für den Herbst – links meine Pläne (Termine), rechts die To-Dos. Wochentage und Datum sind gekürzt, dann geht’s schneller. 🙂

Nochmal zur Erinnerung: es geht hier nicht um eine weitere To-Do Liste oder um jede Besorgung, die ich mache. Es geht um „das große Ganze“ – die großen, fix feststehenden Termine, was dafür ansteht und wie viel Luft und Zeit ich drum herum überhaupt noch habe, um saisonal weitere größere Themen und Projekte anzugehen. Durch die Planung reduziert sich mein Stress erheblich, weil ich Termine nicht isoliert, sondern inklusive „Mental Load“ betrachte.


Im Alltags-Gewusel habe ich, und ihr wahrscheinlich auch, immer nur meinen Wochenkalender vor der Nase, mit allen Terminen und einer Aufgaben-Liste mit 100 Sachen von klein bis groß.

Projekte, die ich im Kopf habe, plane ich zwar ein, aber meist verschieben sie sich in darauffolgende Wochen, denn eigentlich hab ich immer genug zu tun.

Und irgendwann ist dann der Herbst vorbei und ich habe es wieder mal nicht geschafft, den einen Ausflug zu machen, den ich seit Jahren machen will oder einfach mal im Café einen Kakao zu trinken, denn es war ja „immer was“ oder ich hatte einfach keine Energie mehr. Been there, done that. So geht’s nicht weiter!

Ich habe gemerkt, dass ich mehr Überblick brauche, um meine Vorhaben, Ideen, Aktivitäten dann entspannt einzuplanen, wenn mal etwas weniger los ist. Das kann ich aber nur dann beurteilen, wenn ich über einen längeren Zeitraum meine Verpflichtungen und Planung sehe.

Also betrachte ich 3 Monate, da sehe ich auf einen Blick, wo sich Termine zusammenrotten, so dass ich es kaum schaffe, ein Geschenk zu besorgen UND noch zur Veranstaltung zu gehen. Und wo sich Lücken auftun in Form von 2 Wochen in denen kaum Termine sind, die Wochenenden noch recht frei und ich wahrscheinlich genügend Energie habe für weitere Vorhaben.

Das erhöht die Chance beträchtlich, dass ich mich endlich mal um das neue Möbelstück kümmern werde oder um meinen Balkon oder endlich mal den Ausflug plane, den ich seit 3 Jahren machen will (Kürbishof, was denn sonst? 🎃).

Wenn du auch solche Themen irgendwo geparkt hast, die nie irgendwo im Kalender Platz finden, dann ist so eine entspannte 3-Monats-Planung vielleicht das richtige für dich.

Diese Quartalsplanung ist auch super, um meine Projekte und Ziele aus meiner To-Want-Liste für den Herbst einzuplanen und sinnvoll unterzubringen. Wenn du genaueres zur To-Want-Liste wissen möchtest oder mal auf meine Ziele-Liste schauen willst, dann geht’s hier zum Artikel mit meiner „To-Want-Liste Herbst 2025“.


Noch ein Vorteil an diesem A4 Blatt: ich falte es an den Trennlinien der Monate und schon ist es nur noch ein Drittel so breit und ich kann es super als Lesezeichen in meinen normalen Kalender stecken.

Blogartikel-Quartalsplanung-entspannt-planen-Herbst-Plan-Lesezeichen-gefaltet
So steckt meine gefaltete Herbstplanung als Lesezeichen in meinem Kalender

Und damit schließt sich der Kreis: ich kann jederzeit auf meinen Herbst schauen und mit meinem Kalender abgleichen, ob das alles noch so passt.

Es beruhigt mich zu wissen, was in den nächsten Wochen auf mich zukommt und ob ich schon etwas vorziehen kann, damit ich nicht in Stress oder Engpässe reinlaufe. Denn irgendwelche kleinen Katastrophen ergeben sich spontan ja immer.

 Und ich werde regelmäßig daran erinnert, was ich mir in diesem Quartal vorgenommen habe und was ich an saisonalen Aktivitäten gerne machen möchte.

Darauf aufbauend lässt sich dann sehr leicht eine Wochenplanung erstellen. Wie du das am besten angehst, habe ich in meinem Artikel „Entspannt durch die Woche“ beschrieben.


Bei allem, was ich (und ihr sicher auch, sonst wärt ihr nicht hier) so an Terminen und Aufgaben auf dem Tisch habe, ist mir ein Monat immer viel zu kurz, um nennenswert irgendwelche Fortschritte bei Themen oder Projekten zu machen (von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zimmer umgestalten) – und ich will mich ja auch nicht noch mehr stressen, sondern entspannt und mit Pausen wenn nötig, aufs Ziel hinarbeiten.

Und da ein Jahr wiederum viel zu lang ist (da fang ich gar nicht erst an, weil ist ja noch soooo viel Zeit), sind 3 Monate der ideale Zeitraum für mich, um mir was vorzunehmen, was ich dann auch umsetze, oder zumindest voranbringe.


Ist euch schonmal aufgefallen, dass ihr je nach Wetter oder Helligkeit unterschiedliche Stimmung und Energie habt? (und damit machen wir den Deckel wieder drauf auf den Esoterik-Topf)

Es gibt Winter-Depressionen, die aufgrund fehlender Helligkeit verstärkt werden können. Es gibt den Sommerblues, wenn man bei heißem Wetter und ohne die gewohnte Routine nicht mehr so recht zur Motivation findet. Jede Saison hat so ihre Eigenheiten. Und ich habe festgestellt, dass ich mich lieber mit diesen Besonderheiten arrangiere, als mich dagegen zu stemmen. (das ist ja quasi das Thema des ganzen Blogs 😉)

Für mich fängt „das neue Jahr“ mit dem Frühling an. Ab Anfang März, wenn die Tage spürbar länger werden und überall die Energie von Neuanfang spürbar ist. Dann bin ich voller Motivation für neue Ziele, Projekte und Routinen und plane die Monate März bis Mai. Wichtig dabei ist ein effektives Zeitmanagement und das Nachverfolgen von dem, was ich ausprobiere.

In den Sommermonaten, von Juni bis August, plane ich viel Zeit draußen ein, setze mir entspanntere Routinen aufgrund der Hitze und schalte ein bisschen ab.

Das Herbstquartal von September bis November steht für mich für die Rückkehr zu meinen Routinen aus dem Frühjahr und den gewohnten Strukturen in Beruf und Alltag. Mit saisonalen Ideen versuche ich mir das Wetter etwas schön zu denken.

Der Winter von Dezember bis Februar startet mit der Adventszeit und Weihnachten, die einen gewissen Freizeit-Stress mit sich bringen können. Nach den Feiertagen wird es dann etwas ruhiger und im Januar und Februar geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Und ich nehme Abschied von Gewohnheiten oder Projekten, die sich nicht mehr passend anfühlen.

Damit entgehe ich einerseits den beliebten Neujahrsvorsätzen, bei denen alle direkt nach Weihnachten ihr ganzes Leben umkrempeln wollen, obwohl die eher düstere Jahreszeit alles andere als gut geeignet dafür scheint. Außer man möchte mehr abends puzzeln, das lässt sich prima im Januar machen.

Andererseits nutze ich die Lichtverhältnisse, das Wetter, die Ferienrhythmen so aus, dass sie zu meinen Routinen passen. Ich muss mich nicht gedanklich auspeitschen, weil ich im Sommer weniger konsequent Sport mache, wenn ich weiß, dass es dafür Quartale gibt, in denen das wie automatisch funktioniert.


Der Überblick darüber, wo meine Energie hingeht, wann ich intensive und wann entspanntere Phasen habe und wie ich die Jahreszeiten genießen und so richtig drin eintauchen kann hilft mir persönlich sehr.

Seitdem ich so plane, freue ich mich mehr auf die neue Saison, fühle mich vorbereitet und entspannt, auch wenn der beste Plan mich nicht vor Chaos schützt.

Hast du Lust bekommen, die nächste anstehende Jahreszeit für dich zu planen? Dann schnapp dir ein Blatt (digital geht natürlich auch) und skizziere die nächsten 3 Monate mit all ihren Terminen, Projekten und dem was dir wichtig ist.

Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – damit hast du einen klaren Überblick für deine Detailplanung und nicht noch ein großes, zusätzliches System an der Backe.

Und wenn du mit weniger Stress und mehr Lebensfreude durchs Jahr gehen möchtest, dann empfehle ich dir meinen Newsletter mit vielen Tipps und Unterstützung bei deiner ganz persönlichen entspannten Planung. Abonniere ihn einfach direkt hier und freu dich auf monatliche Impulse!

Bildnachweis: Artikelbild von Leonhard Niederwimmer auf Pixabay, Bilder mit Quartalsplan von Planungsdiva.

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